Das Offsetdruckverfahren
Das Offsetdruckverfahren ist das am
häufigsten angewandte Duckverfahren, wenn es um die Massenproduktion von
Druckerzeugnissen geht. Erst ab einer Stückzahl von 750.000 Exemplaren können,
auf Grund der Wirtschaftlichkeit, andere Drucktechniken in Betracht gezogen werden.
Dabei gibt es folgende zwei Technologien, welche heute noch Anwendung finden, um
Druckplatten für den Offsetdruck herzustellen:
Computer to Film (CtF)
Computer to Plate (CtP)
Bei beiden Techniken handelt es sich jedoch um die gleiche Drucktechnik.
Das Prinzip nach welchem der Offsetdruck funktioniert, ist das Wasser und Fett
sich abstoßen. Aus diesem Grund werden fetthaltige Farben zum Drucken verwendet.
Dabei werden zuerst die nichtdruckenden Bereiche mit Wasser benetzt . Im
Anschluss werden die Farbe auf die zu druckenden Stellen der Druckplatten
aufgetragen. Somit wird verhindert, dass die Farbe verläuft. Nach dem die auf
dem Druckzylinder aufgespannte Platte mit Farbe und Wasser behandelt wurde, wird
ein Abbild auf einen mit Gummituch bespannten Zylinder übertragen. Dies hat den
Nutzen, dass sich die Druckplatten nicht durch die Reibung von Metall und Papier
abnutzen und die Druckqualität, im Laufe der Zeit, darunter leidet. Vom
Gummituchzylinder wird das Abbild dann auf das Papier übertragen. Wird die
Vorderseite des Papiers und späteren Druckerzeugnis bedruckt, so spricht man von
der Schöndruckseite. Die Rückseite wird als Wider- beziehungsweise Gegendruckseite
bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind allgemein gültig und nicht auf das
Offsetdruckverfahren beschränkt. Das beidseitige Drucken wird meist durch das
hintereinander Schalten von zwei Druckerpressen realisiert. Im Bereich des
digitalen Offsetdrucks wird dies bereits durch Drucker realisiert, welche in der
Lage sind Papier zur gleichen Zeit von beiden Seiten zu bedrucken.
Am häufigsten wird für den Offsetdruck die Farbpalette CMYK (Cyan Magenta Yellow
Key, dabei steht Key für Kontrast, also Schwarz) genutzt. Aus diesen vier Ausgangsfarben
lassen sich, mittels übereinander Drucken nahezu alle Farben des Farbraums darstellen.
Dieses Verfahren wird auch als Rasterung bezeichnet. Für Farben die nicht durch CMYK
darstellbar sind, wie zum Beispiel Gold, Silber, reflektierende Farben oder auch Farben
außerhalb des Farbraums, beziehungsweise Objekte die nicht mit dieser Farbpalette
dargestellt werden sollen, wie zum Beispiel Logos, werden mit Hilfe von anderen
Farbpaletten gedruckt. Um beim Offsetdruck ein Regenbogenmuster zu erzeugen, wird
auch der Irisdruck verwendet. Dabei wird mittels speziellen Verfahren ein Verlaufen
der Farben Cyan, Magenta und Yellow erzeugt. Jeder Druck unterscheidet sich dabei
von seinem Vorgänger und Nachfolger. Im Zuge des Offsetdrucks ist auch eine Veredelung
des Drucks möglich in dem er mit Lacken behandelt werden kann. Mit CMYK nicht
realisierbare Farben werden zu meist mit Hilfe der Farbpaletten des HKS-Farbfächers
oder auch Pantone umgesetzt.
Neben Papier können aber auch Metalle, sowie diverse Kunststoffe bedruckt werden.
Dafür wird ein spezielles UV-und Hybrid-Druckverfahren angewendet. Dabei kommen
lösungsmittelfreie, unter UV-Licht trocknende, Farben zum Einsatz, die nach dem
Aufbringen auf den Druckträger UV-Strahlung ausgesetzt werden. Dieses Verfahren
harmoniert sehr gut mit anschließender Inlineveredelung mit Matt-Glanz-Effekten.